Vorschau: Das Jahr der Feuer-Ziege 2027

Das Jahr der Feuer-Ziege 2027 - BLG Beautiful Life

Im Jahr des Feuerpferds 2026 leuchtet das Feuer wie die Sonne: strahlend und selbstständig. Mit dem Jahr der Feuer-Ziege wird es leiser und inniger. Die bildhafte Überlieferung der BaZi-Lehre vergleicht das Feuer von 2027 mit einer Kerzenflamme, einem Lampenlicht oder dem Feuer im Herd – klein, gerichtet und darauf angewiesen, dass man es nährt und pflegt. Ein Jahr, das die Wärme nach innen trägt – zu dem, was dir am Herzen liegt.

Wann das Jahr der Feuer-Ziege beginnt

Nach dem chinesischen Mondkalender beginnt das neue Jahr am Samstag, 6. Februar 2027, und dauert bis zum 25. Jänner 2028. Dann folgt der Erde-Affe. Manche Feng-Shui- und BaZi-Schulen lassen das Ziegenjahr schon am 4. Februar beginnen, zu Lìchūn, dem „Frühlingsbeginn“ im Sonnenjahr.

Im Kalender heißt das Jahr Dīng Wèi (丁未). Es ist das 44. Jahr im 60-jährigen Zyklus aus Himmelsstämmen und Erdzweigen. Die letzten Feuer-Ziege-Jahre begannen 1967 und 1907.

Ziege, Schaf oder Widder?

Vielleicht hast du schon vom „Jahr des Schafs“ gelesen. Das Rätsel steckt im Zeichen selbst: 羊 (yáng) ist ein Oberbegriff für Ziege (山羊), Schaf (绵羊) und Widder (公羊), am ehesten zu übersetzen mit „Caprinae“, der Unterfamilie, zu der beide gehören. Im Norden Chinas denkt man eher an ein Schaf, im Süden eher an eine Ziege. Fachleute halten alle drei Übersetzungen für richtig. Auf Tierkreis-Briefmarken und Scherenschnitten siehst du meist eine Ziege mit Bart – wir bleiben bei ihr.

Die Ziege: Glück, Schönheit und Güte

羊 gilt in China seit jeher als glückverheißend. Das alte Wörterbuch Shuowen erklärt 羊 schlicht als „glückverheißend“, auf Bronzebecken der Westlichen Han-Zeit steht 吉羊 anstelle von 吉祥, „Glück“. Auch das Wort für „schön“, 美, trägt die Ziege in sich: Es setzt sich aus 羊 und 大, „groß“, zusammen. Ebenso steckt sie in 善, „gut“, und in 義, „Rechtschaffenheit“. In der Schrift selbst wohnen also Glück, Schönheit und Güte beieinander.

Weil 羊 genauso klingt wie 陽, „Sonne“, stehen drei Ziegen für einen der schönsten Neujahrswünsche: „Drei Sonnen eröffnen den Frühling“ (三陽開泰), ein Bild aus dem Buch der Wandlungen. Das Metropolitan Museum of Art bewahrt eine Ming-Stickerei aus dem 15. Jahrhundert, „Welcoming Spring“, mit genau diesem Motiv.

Die Legende vom großen Rennen erzählt, dass Ziege, Affe und Hahn den Fluss gemeinsam auf einem Floß überquerten. Der Jadekaiser belohnte ihre Zusammenarbeit mit den Plätzen acht, neun und zehn – die Ziege kommt nicht allein ans Ziel, sondern gemeinsam.

Yin-Feuer über Erde: die Energie des Jahres

2026 ist ein doppeltes Feuer: Der Himmelsstamm Bǐng steht für Yang-Feuer, das Pferd ist selbst ein Feuerzeichen. 2027 steht oben das Yin-Feuer Dīng, darunter die Ziege mit ihrem Element Erde, ebenfalls Yin. In der Fünf-Elemente-Lehre nährt Feuer die Erde – so wie Asche den Boden bereichert. Aus der strahlenden Sonne wird eine stille Flamme über der Erde.

Symbolisch erzählt dieses Bild von Fürsorge: Eine Kerzenflamme lodert nicht von selbst, sie will gehütet werden. Und beim Herdfeuer denken viele an Wärme, an Zusammensein, an Geborgenheit. Dem Feuer ordnet die Fünf-Elemente-Lehre zudem die Freude und die Tugend des Anstands zu. Vielleicht lädt dich die Feuer-Ziege ein, dich zu fragen: Was möchte ich in diesem Jahr behutsam nähren? Wem schenke ich meine Wärme – und schenke ich sie auch mir selbst?

Eine schöne Brücke zum Vorjahr kennt die BaZi-Lehre: Die Erdzweige von Pferd und Ziege bilden dort eine harmonische Verbindung. Der Mut des Pferdes darf also in die Sanftheit der Ziege übergehen. Und nach derselben Lehre ist kein Jahr „an sich“ gut oder schlecht.

Überlieferte Eigenschaften der Ziege

Die Ziege ist das achte Tier im chinesischen Tierkreis, ein Yin-Zeichen mit dem festen Element Erde; ihr gehört die Doppelstunde von 13 bis 15 Uhr. Die Tradition beschreibt sie als friedliebend und gütig, der Feuer-Ziege schreibt man besondere Warmherzigkeit, Ehrlichkeit, Loyalität und Beständigkeit zu. Eine deutschsprachige Quelle ergänzt: feinfühlig, sanftmütig, kreativ und harmoniebedürftig. Als Symbol steht die Ziege für Reinheit und Freundschaft.

Nimm diese Eigenschaften als sanften Spiegel: Wo darf deine Feinfühligkeit ein Geschenk sein? Wo wartet deine Kreativität darauf, leise zu wachsen? Und wo darfst du Harmonie suchen, ohne dich selbst dabei zu verlieren?

Glücksfarben und Heilsteine

Am häufigsten werden der Ziege Violett, Rot und Grün als Glücksfarben zugeordnet. Manche Quellen nennen auch Braun, Rosa oder Lavendel – nimm die Farben als Einladung, nicht als Regel.

Wer mag, greift das Feuer-Thema mit Heilsteinen auf: In der überlieferten Steinkunde werden etwa Granat und Karneol dem Element Feuer zugeordnet. Viele tragen ihre warmen Rottöne gern zur Neujahrszeit, etwa als Karfunkel-Armband oder Karfunkel-Kurzkette mit Granat. Stöbere dazu in unserer Karfunkel-Kollektion.

Wie das Frühlingsfest gefeiert wird

Das Frühlingsfest steht seit 2024 auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes. Ein gründlicher Hausputz kehrt das Unglück „hinaus“, rote Spruchpaare schmücken die Türen, Kinder und Unverheiratete bekommen rote Umschläge. Feuerwerk vertreibt der Legende nach das Ungeheuer Nian, das Lärm und Rot fürchtet.

Wenn du im Jahr der Ziege geboren bist

Bist du in einem Ziegenjahr zur Welt gekommen – etwa 1967, 1979, 1991 oder 2003, jeweils ab dem chinesischen Neujahr im Jänner oder Februar –, feierst du 2027 dein eigenes Tierjahr, auf Chinesisch 本命年 (běnmìngnián). Traditionell trägt man im eigenen Tierjahr Rot – etwa als Schal oder als Armband.

Deine Begleiter für das Jahr der Feuer-Ziege

Die kleine Flamme des Ziegenjahres kannst du bei dir tragen: Der warmrote Granat unserer Karfunkel-Kollektion begleitet dich als Karfunkel-Armband, als Karfunkel-Kurzkette oder als zarte Karfunkel-Ohrstecker. Auch der Sonnenstein wird in der überlieferten Steinkunde dem Element Feuer zugeordnet – am Handgelenk trägst du ihn im Sonnenfeuer-Armband.

Mehr über das Vorjahr liest du in unserem Artikel über das Jahr des Feuerpferds, alles über den Sonnenstein in unserem Artikel über den Sonnenstein.

Quellen: Hong Kong Observatory; The Metropolitan Museum of Art; Griffith University (Colin Mackerras); Kenyon College, Religious Studies

Hinweis: Die beschriebenen Zuschreibungen stammen aus der chinesischen Kalendertradition und der Überlieferung. Sie sind keine Vorhersage und wissenschaftlich nicht belegt.

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